Einsatz eines 3D Druckers fĂĽr die Adaption von Objektiven an digitale Kameras (9)

So und nun noch zum letzten Teil meiner 3D Drucker Serie. Ich hoffe ich konnte ein wenig interesse bei Euch wecken.

 

Nachdem ich mein adaptierte Superschwergewicht Visiomat 1,9/141 nun einige male verwendet habe, habe ich einige Schwachpunkte in meine Konzept erkannt.

Die Wandstärke mit 2 mm ist einfach zu dünn, bei ausgefahrenem Objektiv verformt sich der Außentubus um einige 10tel mm. Das reicht aus um die Fokusschnecke verkannten zu lassen. Daher bin ich auf 4mm Wandstärke zurück gegangen. Was natürlich den Materialeinsatz und die Druckzeit verdoppelt.

Das Verkanten wird auch begĂĽnstigt, wenn man das Gewinde der Fokusschnecke bis fast ganz ans Ende fĂĽhrt (bisher ca 5 mm Abstand). Nun bin ich auf 2 cm hoch gegangen.

Aus Vorsicht hatte ich den Durchmesser für das zu adaptierende Objektiv einige 10tel mm größer gewählt, mit dem Ergebnis, dass sich das Objektive um diesen Befestigungspunkt gedreht hat und mit der Zeit gelockert hat. Man hatte immer ca. 0,2° Tilt gehabt. Nun bin ich auf das exakte Maß von 62mm gegangen. Das Objektiv sitzt nun satt.

Hier ein Bild vom Modell:

Ăśbrigens so ein Druck dauert ca 35 Stunden, und verbraucht ca. 30 Meter Filament. Da muss man aufpassen, dass man ausreichend Filament auf der Rolle hat.

Wenn ich mal so richtig in Fahrt gekommen bin, kommt das nach einiger Zeit heraus:

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Einsatz eines 3D Druckers fĂĽr die Adaption von Objektiven an digitale Kameras (8)

Beim dritten und damit letzten zu adaptierenden Objektiv (EL-Nikkor N 2.8/50) kam ich nur bis auf 7 m. Ups, das AuflagemaĂź stimmte nicht ganz, das Objektiv war wenige zehntel Millimeter zu weit vom Sensor entfernt.

Ich musste an den markierten Stellen ca 0,3mm Material abschleifen. Insgesamt beinhaltet meine Konstruktion eine Reserve von ca 1,5mm zum Korrigieren.

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Einsatz eines 3D Druckers fĂĽr die Adaption von Objektiven an digitale Kameras (7)

Als nächstes steht das Simpson Projektionsobjektiv zum Testen bereit.

So sieht das ganze an der Sony A7 aus:

Nun der Unendlichkeitstest:

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Einsatz eines 3D Druckers fĂĽr die Adaption von Objektiven an digitale Kameras (6)

Nun ist es an der Zeit erste Probefotos aufzunehmen, ggf. muss noch etwas am vorderen Teil abgeschliffen werde, damit unendlich erreicht wird.

Fangen wir mit dem AGFA Color-MagnolarII an und schauen ob unendlich erreicht wird:

#1 Unendlichkeitstest

100% Ausschnitt:

Passt 🙂

Ich kann sogar ca 1mm ĂĽber Unendlich hinaus fokussieren (Kleine Reserve fĂĽr Schwankungen bei den Adaptern)

Und so sieht die Kombination an der Sony A7 aus:

Weiter geht es nach den Osterfeiertagen

Einsatz eines 3D Druckers fĂĽr die Adaption von Objektiven an digitale Kameras (5)

So weiter geht es nach dem kleinen Maleur. Die Schrauben werden zuerst bĂĽndig eingedreht.

Dann wird zum ersten Mal der Innentubus eingepasst. Sitzt wackelt und hat Luft::-)

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Einsatz eines 3D Druckers fĂĽr die Adaption von Objektiven an digitale Kameras (4)

So es geht weiter (incl. einiger kleinerer Probleme)

Die Madenschrauben werden ohne Gewinde im Tubus eingedreht. Diese schneiden sich das Gewinde selber. Der Durchmesser ist bei ungefähr 2,8mm.

Hierbei kommt es zum Rütlischwur für den Tubus. Hält das Filament oder gibt es Ablösungen. Ups,Leider an zwei Tuben bei mir so geschehen

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Einsatz eines 3D Druckers fĂĽr die Adaption von Objektiven an digitale Kameras (3)

Nun geht es an das Bearbeiten der Rohlinge:

Als erstes habe ich die StĂĽtzstrukturen, Raft und Skirt entfernt. DafĂĽr eignet sich sehr gut ein flacher Stechbeitel.

Da der Stechbeitel und das Material sehr scharfkantik sind, muss man halt ein wenig vorsichtiger an die Sacher herangehen.

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Einsatz eines 3D Druckers fĂĽr die Adaption von Objektiven an digitale Kameras (1)

Es ist Euch sicher schon Aufgefallen, dass ich einen 3D Drucker fĂĽr meine Altglasadaptiererrei einsetze.

Ich will Euch einfach einmal mitnehmen, wie so ein Adapter entsteht und welche Arbeitsschritte zu machen sind.

FĂĽr mich als OpenSource Fan kamen daher nur CAD Programme in Frage, die unter solcher Lizens entwickelt werden.

Die Wahl viel bei mir auf OpenSCAD.

Dafür habe ich ein generisches Programm geschrieben, in dem ich die Auflagenhöhe, den zu adaptierenden Ojektivdurchmesser angebe. Nach ca 10-20 Minuten ist das Rendering fertig.

Das daraus entstandene .stl-File wandle ich mittels Simplify3D in Maschinencode fĂĽr den 3D Drucker um (dauert max 30 Sek).

Dieses ziehe ich auf eine Micro-SD und stecke diese in den 3D Drucker, nach dem Aufheizen (Druckbett muss ca. 85 C erreichen, Dauer bis zu 20 Minuten) kann der Druck starten. Für die Spezialisten: ich drucke auf 1,2 mm Carbonplatte die auf einer 6mm dicken plangefräste Aluplatte geklebt ist, die dann auf der Heizplatte aufliegt.

FĂĽr die Beispielbilder habe ich 3 dieser Adapter auf einmal ausgedruckt (Dauer 17 Stunden)

Die Adapter sind fĂĽr ein Projektionsobjektiv (Simpson 2 inch f 1.6) und zwei V-Objektive (AGFA Color-MagnolorII 4,5/60 und EL-Nikkor N 2.8/50) vorgesehen.

Links seht Ihr nun den kompletten unbearbeiteten Druck, wie er von der Druckplatte abgenommen wurde, rechts die dazugehörigen Objektive.

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