Eine Woche mit einem 200mm KB-äquivalent Tele unterwegs (1)

Ich muss kurz den Begriff KB-äquiv­a­lent erk­lären.  In der Regel sind die Bren­nweit­en- und Blende­nangaben immer für das klas­sis­che Klein­blild­for­mat (KB) aus analo­gen Zeit­en berech­net. Heute sagt man dazu auch Vollformat

Die Sony NEX 5N hat einen APS‑C Sen­sor eingabaut der 1,5‑fach klein­er ist als der Voll­for­mat­sen­sor. Das bedeutet, dass die Bren­nweite mit diesem Fak­tor zu mul­ti­plizieren ist um her­auszufind­en, welche Bren­nweite man am Voll­for­mat zu ver­wen­den hat, um den gle­ichen Bild­winkel zu haben.  135mm *1,5 = 202.5mm ~200mm.

Die Blende ver­schlechtert sich um diesen Fak­tor. Aus f4,5 wird unge­fähr f5,0, da ja weniger Licht auf den kleineren Sen­sor fällt. Beim MFT For­mat ist es genau eine Blenden­stufe, da wird aus f4,5 die Anfangs­blende f5,6.

Wer nicht mit­gekom­men ist, braucht sich kein schlecht­es Gewis­sen machen. Ich habe dazu auch einige Jahre gebraucht, um das ganze zu verstehen.

Das Objek­tiv hat­te ich für ca. 1 Woche an der Sony NEX 5N gehabt. Diese Kom­bi­na­tion hat­te ich auss­chließtlich in dieser Zeit im Ein­satz. Ich war daher immer mit einem Tele unter­wegs. Das ist manch­mal gar nicht so ein­fach … Aber pro­biert es ein­mal aus, da muss man ganz anderes die Motive betrachten.

So, genug BlaBla, lassen wir die Bilder sprechen (ins­ge­samt 6 Bilder).

Bild #1 — Passend zum trüben Novem­ber­wet­ter Mitte Oktober

Da es mor­gens noch sehr trübe war, musst ich anfangs mit ISO 800 fotografieren um halb­wegs verwack­elungs­frei die Bilder ablicht­en zu kön­nen. Bie ISO 800 rauscht die NEX 5N schon ziem­lich stark. Ist halt ein älteres Mod­ell … Die heuti­gen Kam­eras rauschen in dieser Stärke früh­estens ab ISO6400.

Bild #2 — Da gehen die abge­fal­l­enen LAub­blät­ter dem Neckar na (dem Neckar hinunter)
Bild #3 — Ahron­blatt mit Neckar im Hintergrund

Erstaunlich, wie man noch mit f4,5 noch freis­tellen kann. Ok, die Telewirkung trägt auch mit dazu bei.

Bild #4 — Olle Hansens Haus. Moment, was ist da auf dem Kamin

Da musste ich mich doch her­an­robben, voller Ein­satz für meine BlogleserInnen.

Bild #5 — Ein Rabe auf Olle Hansens Haus, Hitch­cock lässt grüßen. Jet­zt weiß ich warum Olle Hansen nicht mehr in diesem Haus wohnt 🙂
Bild #6 — An Blüten gab es nur noch diese Klee­blüte zu fotografieren. Die ist beim Abmähen noch übrig geblieben. Das ISO Rauschen ist trotz dig­i­taler Bear­beitung immer noch kräftig sichtbar.

Soweit für heute, keine Sorge es geht dem­nächst weit­er.  Welchen Ein­druck habt Ihr von diesem Objek­tiv bish­er gewonnen?

Kam­era: Sony NEX 5N
Objek­tiv: #181 Tes­sar f4.5 135mm, mit­tels 3D-Druck­adapter auf M42 adaptiert

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10 Anmerkungen zu “Eine Woche mit einem 200mm KB-äquivalent Tele unterwegs (1)”

    1. Lieber Michael,

      und das sagst Du mir erst jet­zt?! 🙂 Dann ist das halt Olle Hans­es Ferienhaus 🙂

      LG Bern­hard aus dem gekon­terten Neckartal

  1. Hal­lo Bernhard,
    ich bin ja eine begeis­terte Tele­zoom-Nutzerin und habe hier zu Hause an der A 6100 immer das 70–350mm von Sony dran. Umgerech­net auf Voll­for­mat entspräche das dann schon 525mm. Unter­wegs bin aber meis­tens mit dem kleineren Tele­zoom und das liebe ich. Mein Prob­lem ist also eher das andere Sehen, wenn ich mal mit Weitwinkel oder 50mm unter­wegs bin 😉 Diese Bilder von heute sagen ver­mut­lich nicht genug über das Objek­tiv aus. Das müsstest du noch mal bei besseren Lichtver­hält­nis­sen testen. f/4.5 und Tele sind zum Freis­tellen doch eine Superkombination.
    Her­zliche Grüße — Elke (Main­za­uber)

    1. Liebe Elke,

      die Lichtver­hält­nisse waren wirk­lich beschei­den aber eine andere Kom­bi­na­tion hat­te ich nicht dabei gehabt. Diese lag griff­bere­it im Auto.

      Aber keine Sorge, das Objek­tiv kann mehr. Mhh, mir fehlt ein­fach eine ISO Schleud­er. Ich schiele immer wieder auf eine Sony A7s, der Preis ist mir noch zu heiß, sprich zu hoch 🙂

      LG Bern­hard

  2. G’mor­gen, Bernhard!

    Du bist zu gut zu uns, robb­st sog­ar um uns den Raben zu zeigen. Da krähe ich doch ! 😁
    Aber, weißt Du, wenn Du noch “genau 83” 😉🤣 Schritte näher ger­obbt wärst, dann hätte der Winkel eine Freis­tel­lung des Raben und dem­nach dann mit Him­mel­hin­ter­grund ergeben, und es hätte ihn noch bess­er sicht­bar gemacht!
    (Kon­ter­späßle)

    Was ich bei der Gele­gen­heit des Größerziehens von Oles Haus außer­dem noch bemerkt habe, ist, daß das Fen­ster wie Blockschoko­lade aussieht! 🤭

    Lieb­gruß,
    Tiger
    🐯

    1. Liebe Rita,

      die Raben haben ganz erstaunt geglotzt was da so daherg­er­obbt kommt 🙂 Die haben sich­er gedackt, doofer Gock­el kann nicht mal fliegen 😀

      Das mit den 83 Schrit­ten habe ich nicht ganz gecheckt?!

      Mal schauen, ob ich beim näch­sten Mal das Lebkuchen­dach fotografieren kann.

      P.S.: Deine Kom­mentare machen ein­fach Laune, da kann ich nur lau­nisch zurückschreiben 😀

      LG Bern­hard

        1. Liebe Rita,

          stimmt, da war doch was 🙂 Man, habe ich eine lange Leitung. Zum Glück habe ich nur über die Patchteile gefrotzelt und nicht über die ver­braucht­en Nadeln, autsch, das hätte bei jedem Schritt wehgetan 🙂

          Retourkutsche super gelungen 😀

          LG Bern­hard

  3. Hal­lo Bernhard,
    ohne dein Tele hät­ten wir doch promt den Raben auf dem Haus ver­passt, so bekommt das ein­same Gebäude doch gle­ich etwas ganz beson­deres und regt zu Fan­tasien an.
    Weit viel Erfolg beim Stim­mungen ein­fan­gen wün­schen die Zwei vom Jurasüdfuss

    1. Hal­lo Ihr beiden 🙂

      Bilder sollen doch die Fan­tasie anre­gen, dann sind sie gut. Den Raben habe ich erst beim Entwick­eln entdeckt 🙂

      LG Bern­hard

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