Mit einem Klebeobjektiv unterwegs (1)

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Ursprünglich sollte der Titel „Mit einem nabäbbta Objektiv unterwegs“ heißen, aber damit hätten die Nichtschwäbischen Leser nichts anfangen können. Im Rahmen meines 1€ Projekts hatte ich eine bikonvexe Linse für 2,55 € incl. Proto erworben. Dieses wollte ich mal schnell adaptieren, war gar nicht so einfach, näheres dazu weiter unten im Beitrag.

Das gebäbbte Objektiv könnt Ihr weiter unten „bewundern“ (Bild #2 und Bild #3). Das Objektiv existiert so nicht mehr.

Risiken und Nebenwirkungen: Beim Betrachten der Bilder können Schwindelgefühle ausgelöst werden. Betrachten auf eigene Gefahr Das nur für die extrem Empfindlichen.

Insgesamt sind es heute 8 Bilder.

Bild #1 – Fangen wir mal ganz harmlos an. Diesen Solitärbaum kennt Ihr ja schon

Wenn ich mir noch einmal dieses Bild anschaue, schätze ich die Bildwirkung wie ein 20 mm Objektiv am Kleinbild. Ich habe eine provisorische Blende vor der Linse anbringen müssen, damit überhaupt etwas Schärfe in das Bild kommt. Daher zeige ich Euch gleich zu Beginn mein Bastelobjektiv.

Bild #2 – Drauficht auf das adaptierte Objektiv an der Sony NEX 5N

Das Auflagemaß für diese Linse liegt bei um die 20mm (ups, das ist ja die von mir vermutete Brennweite), also ziemlich nah am Sensor. Um unendlich zu erreichen musse ich die Linse in einem Makrotubus ganz am Ende anbringen. Es bestand die Gefahr, dass die Linse abfällt und auf den Sensor fällt. Deshalb habe ich meine NEX 5N genommen, eine ganz abgerockte Kamera, wo das Risiko des Verlustes verschmerzbar wäre.

Dann habe ich noch provisorisch eine Blende von den Lensbabies genommen, um etwas Schärfe in die Bilder zu bekommen, wie oben schon angedeutet. Ich hätte wohl besser eine noch kleinere Blendenöffnung wählen sollen, aber dann hätte ich ja fast wieder ein Lochkameraobjektiv gehabt.

Bild #3- Das abgenommene adaptierte Objektiv von hinten, also vom Sensor aus gesehen.

Das weiße Zeugs ist Fotoknete (Pattafix) ,mit diesem habe ich das Objektiv provisorisch an eine Wandlerplatte geklebt und diese dann in der Makroschnecke befestigt. Bäh, war das eine Schweinerei, das ganze wieder rückstandslos abzubekommen.

So nun aber weiter mit den Bildern. Wie Ihr unschwer erkennen werdet, sind die Motive Euch nicht ganz unbekannt.

Bild #4 – Etwas Technik muss sein
Bild #5 – Die Klostermühle zu Mittelstadt. Das Bild habe ich ein wenig zugeschnitten, damit das Motiv etwas besser zur Geltung kommt. Das Format ist sehr gewönungsbedürftigt, sorry
Bild #6 – Volles Gegenlicht. Erstaunlich gutmütig für solch eine unvergütete Einzellinse. Da habe ich schon krassere Sachen erlebt.
Bild #7- Die letzten Feldblumen im Gegenlicht.
Bild #8 – 100% Ausschnitt aus Bild #7 – Typisch Einzellinse mit allen optischen Fehlern behaftet, die es gibt

So, ich hoffe Ihr habt bis hierher durchgehalten, das schaffen nur meine Hardcorebesucher

Ich bin schon auf Eure Kommentare gespannt.

Fortsetzung folgt demnächst.

Kamrea: Sony NEX 5N
Objektiv: Selbstbauobjektiv  mit einer bikonvexen Linse (19mm Durchmesser, 8 mm dick)

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12 Comments

    1. Liebe Jutta,

      das mit dem Fotographen ist etwas arg übertrieben Da bin ich noch Meilenweit von entfernt mich einen Fotographen zu nennen.

      Was Du Aufwand nennst, nenne ich Hobby Ist zwar völlig sinnlos aber macht unheimlich Spaß.
      Ja, man könnte die Effekte auch in der digitalen Dunkelkammer erzeugen aber ich mache das halt so weit es geht analog

      P.S.: Vielen Dank für die Info zu Deinen beiden Wettbewerben.

      Habe auch noch einen schönen Sonntag

      LG Bernhard

  1. Also „nabäbbt“ hätte ich schon verstanden, lieber Bernhard. Aber ein Teil meiner Verwandtschaft kommt eben auch aus dem Schwäbischen. Mir gefällt das erste Bild ganz gut. Hat sowas von Tilt-Shift. Der Rest ist sehr gewöhnungsbedürftig
    Liebe Grüße – Elke

    1. Liebe Elke,

      Du bist ja noch sehr nah am Schwabenland Nur ein paar Kilometer über den Weißwurstäquator entfernt.

      Das gebäbbte Objektiv hat so seine Eigenheiten, bei manchen Motives ist es gefälliger, bei anderen sträuben sich einem die Nackenhaare.

      Habe noch einen schönen Restsonntag. Unser Herbstfotoausflug ist buchsäblich ins Wasser gefallen …

      LG Bernhard

  2. Hallo Bernhard, Grüße von einem der das nabäbbt auch verstanden hätte. Ich finde solche basteligen Experimente spannend. Das Bild Klostermühle gefällt mir am besten, da gehen optischer Effek tund Bildinhalt am besten Hand in Hand, LG Aebby

    1. Hallo Aebby,

      zuerst einmal herzlich Willkommen hier auf meinem etwas ungewöhnlichen Fotoblog

      Es freut mich sehr, dass meine Bäbbigen Experimente einen gewissen Anklang finden.

      Habe noch einen schönen Wochenstart

      LG Bernhard

  3. Jetzt, nach zweimaligem Lesen und dann vor mich hinsagen, kommt’s: NABÄBBT! Klaaar! Mein Sohn kann ganz sehr gut Schwäbisch, und auf einmal hab ich ihn reden gehört (innerlich). Ich finde den Dialekt echt toll und sympathisch. Mir Waidler dadn song: DROBICKT.

    Weil ich eh schon halb am Schlafen bin, haben mir die Traumlandschaftsbilder ganz gut in meine Traumwelt gepasst. Sehr schöne Fotos!

    1. Liebe Dorothea,

      drobickt hört sich auch nicht schlecht an.

      Dass meine Bilder jemanden in das Traumland schicken ist für mich auch neu Hoffentlich waren das keine Albträume.

      LG Bernhard

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