Das Simpson-Chicago f1.6 51mm (2 inch) wird readaptiert #1

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Ich möchte Euch auf eine Adaptionsreise mitnehmen. Es handelt sich um das Simpson-Chicago f1.6 51mm (2 inch) Projektionsobjektiv, dessen 3D-Adaption mittels PLA zerbrochen war. Ich habe vor, dieses Projektionsobjektiv zu readaptieren und zwar mit PETG, das anscheinend stabiler und haltbarer sein soll.

Fangen wir mit dem defekten Istzustand an und werden hoffentlich mit dem Endzustand und der Erprobung der Linse aufhören.

Bild #1 – Die zerbrochene Adaption. Dieses Fehlerbild ist anscheinend ganz typisch für PLA nach einigen Jahren.

Das PLA Filament ist sehr empfindlich, wenn die Schichten beim 3D-Druck nicht richtig verschmolzen sind, z.B. mit zu niedriger Temeratur gedruckt oder Zugluft genau beim Drucken dieser Schicht.

Bild #2 – Beim Auseinanderbauen, ist mir aufgefallen, dass die Hinterlinse einen Belag hat
Bild #3 – Die Restadaption beseitigt
Bild #4 – Die Entfernung der Hinterlinse ist mit dem richtigen Werkzeug kein Problem

Ein Objektiv-Spanner (engl. Wrench) ist für einen Objektivbastler ein unenbehrliches Werkzeug.

Bild #5 – Die Hinterlinse lies sich mit Spüli, warmen Wasser und einem Baumwollhandtuch wunderbar reinigen

Die Hinterlines besteht aus zwei verkitteten Linsen in einem Block, somit scheint das Simpson Projektionsobjektiv ein Triplet (Dreilinser) zu sein. Das Objektiv produziert ziemlich schräge Bilder (siehe #205), spannend wäre herauszufinden, wie die Bildergebnisse sind, wenn man die Hinterlinse drehen würde. Da müsst Ihr durch

Bild #6 – Nun wird der Durchmesser des Objektivs bestimmt.

Den Durchmesser benötige ich für die Konstruktion des Adapters. Zum Schluss der Vermessung benötigt man das Auflagemaß für Unendlich.

Bild #7 – Ich habe es vom “Kragen” bis zur Bajonettoberfläche bei einer Sony NEX (E-Mount) gemessen.

Sicherheitshalber werde ich noch 3 mm abziehen um Messfehler zu vermeiden. Lieber etwas über “Unendlich” fokussieren können als zu wenig, denn dann hat man ein Makro

Als nächstes steht nun die Modellierung des Adapters mittels OpenSCAD an, einer Scriptsprache zur Modellierung von 3D Modellen, die mir als Informatiker mehr zusagt als ein CAD Programm

Fortsetzung demnächst

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4 Comments

  1. Also davon verstehe ich gerade überhaupt nichts, aber das macht nichts. Ach doch – der Belag, das ist Fungus – oder? Wird beim Altglas auf Ebay ja immer erwähnt, ob so eine Linse davon frei ist oder nicht.
    LG – Elke

    1. Nein, liebe Elke,

      das ist kein Funkus, der sieht anders aus. Wird oft als Dunst in den Linsen bezeichnet. Ist eigentlich der Schmodder der Jahre …

      LG Bernhard

  2. Ganz interessant, auch wenn man keine Antenne dafür hat. Jedenfalls müssen die Ergebnisse ja dann spektakulär sein bei solch einer Vorarbeit. Aber so das bei ganz vielem und multiplen Bereichen, sowohl handwerklich, als aber zum Beispiel auch menschlich,
    und experimentell auch! Vorbereitungen sind das A und O.
    Dann sind wir aber mächtig auf die Ergebnisse später gespannt. 👍😉
    Liebgruß,
    Diega
    🐯

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