Wie ich das Meyer-Optik Görlitz Domiplan 2,8/45mm in Retrostellung adaptiert habe

Chris­t­ian hat­te in fol­gen­dem Kom­men­tar gefragt : “…Aber warum musst du ein 45er in Ret­rostel­lung an die OM‑D mon­tieren, ist da nicht genug Auflage richti­grum?”.   Daher möchte ich Euch zeigen, wie und warum ich das Objek­tiv in Ret­rostel­lung adap­tiert hatte.

Fan­gen wir mit dem fer­tig adap­tierten Objek­tiv an.

Bild #1 — Das adap­tierte Objek­tiv in Unedlichstellung

Hier sieht man, was ich meinte, das Objek­tiv befind­et sich ganz in der Adap­tion. Da schaut nicht raus, vielmehr muss ich auf­passen, dass mir das Objek­tiv nicht nach innen fällt, da es nicht fix­iert ist.  Es hängt am let­zten Zipfel des M42 Innengewindes. No Risk no Fun 🙂

Nun schauen wir von hin­ten in die Fokuss­ch­necke hinein:

Bild #2 — Wenn ich das Objek­tiv nun ein wenig drehen würde, würde ich die Blende ver­stellen. Vielle­icht sollte ich mal ein wenig abge­blendet einige Ver­suche unternehmen.

Bild #3 — Das aus­ge­baute Objektiv.

Man sieht, dass  Objek­tiv beste­ht nur aus dem Objek­tivkör­p­er mit Blende ohne Fokus­möglichkeit. Das Objek­tiv wurde anscheinend aus ein­er Kom­pak­tkam­era ent­nom­men.  Die Blende wird ganz unten ver­stellt, dort wo ich die sil­berne Wan­dler­plat­te pro­vi­sorisch fix­iert habe.

Mit diesem Makro­tubus kann ich das Objek­tiv an der MFT nicht adap­tieren, weil ich ganz oben keine Befes­ti­gungsmöglichkeit für die Wan­dler­plat­te habe. Eine Alter­na­tive wäre einen kürz­eren Makro­tubus zu nehmen. Dann kön­nte ich das Objek­tiv in Nor­mal­stel­lung adap­tieren, allerd­ing wäre dann eine Blenden­ver­stel­lung trotze­dem nicht möglich, weil der Ver­stellmech­a­nis­mus im Makro­tubus liegt.

Bild #4 — Benötigte Teile für die Adaption

Der Objek­tivrumpf wird mit ein­er M39 Wan­dler­plat­te fix­iert (das sil­berne Teil). Darauf wird dann ein M39-M42 Adapter geschraubt (rechts vom Objek­tiv). Diese Kom­bi­na­tion wird dann Kopf voraus in den M42-M42 Makro­tubus geschraubt (hin­ter dem Objek­tiv).  Dieses wird dann auf einen C‑Mount auf MFT Adapter geschraubt der auch ein M42 Gewinde besitzt (links vom Objektiv).

Schlussendlich wird die Adap­tion dann an eine MFT Kam­era gebracht. Für E‑Mount nehme ich anstatt des C‑Mount Adapters ein M42 auf E‑Mount Slime Line Adapter.

Vielle­icht ein wenig kom­pliziert erk­lärt.  Wenn mein 3D-Druck­er und Drehbank wieder betrieb­s­bere­it sind, kön­nte ich einen per­ma­nen­ten Adapter kon­stru­ieren mit dem man in Nor­mal­stel­lung auch die Blende betäti­gen kann. Allerd­ings bin ich mir noch nicht sich­er ob es sich bei diesem Objek­tiv lohnen würde. Da muss ich noch etwas herumtesten.

Übri­gens sollte das Objek­tiv vom Bild­kreis auch einen Voll­for­mat­sen­sor ausleucht­en kön­nen. Müsste ich mal pro­bieren.  Man, so viele Ideen und so wenig Zeit …

Objek­tiv: #336 Mey­er-Optik Gör­litz Domi­plan 2,8/45 pro­vi­sorisch in Restrostel­lung adaptiert.

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4 Gedanken zu „Wie ich das Meyer-Optik Görlitz Domiplan 2,8/45mm in Retrostellung adaptiert habe“

  1. Okay, danke, jet­zt ver­ste­he ich es 🙂 Ich hat­te angenom­men, es sei eins, das bspw. für eine Exa gerech­net wäre und dann halt einen kom­plet­ten Kör­p­er hat.

    1. Lieber Chris­t­ian,

      das wirst Du bei mir immer wieder erleben, dass ich halbe Objek­tive oder Teile davon immer wieder hier ver­wende und zeige. Es gibt ja noch ein Leben unter­halb der 1€ Objektive 😀

      LG Bern­hard

  2. Du brennst ja ganz schön für diese ganzen Klap­per­atis­men!🤓 Finde ich aber gut und ist nicht neg­a­tiv gemeint, im Gegen­teil, Hut ab für Dein Wis­sen und Engage­ment! Jed­er hat so seine Vor­lieben, und das ist ja auch gut so und bere­ich­ernd. Allerd­ings kann ich, auch wenn ich früher noch anders fotografiert habe, da oft nicht mehr fol­gen (oder möchte es auch meis­tens nicht!😁…also mir den Kopf anstren­gen wegen der Physik☹️)
    🤣
    Ich nehme das Licht wie es ist, die Lehre über es muß nicht mehr sein für mich.
    Das hat aber gar nix zu sagen, wie Du weißt. Ich muß ja nicht “tech­nisch” kommentieren.😖

    Einen schö­nen Abend noch,
    Liebgruß,
    Tiger
    🐯

    1. Liebe Rita,

      klar kannst Du nicht mehr fol­gen, Du brauchst ja Deinen Kopf für Deinen Humor 🙂 duck­undweg

      Ich finde Deine humor­vollen Kom­mentare als sehr angenehme Bere­icherung für meinen Tech­nikkram 🙂 Sozusagen das Salz in der Suppe 😀

      Weit­er so!

      LG Bern­hard

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