Das Aussterben der kleinen Sensorformate bei DSLR und Systemkameras

Ist es Euch auch schon aufgefallen, dass immer mehr Kameras mit Wechseloptiken und kleinem Sensorformate “aussterben”?

Hier meine Auflistung, angefangen von den kleinsten Sensoren:

  • Pentax Q/Q10 1/2,3“ Sensor (Cropfaktor 5,33)
  • Pentax Q7/S1 1/1.7″ Sensor (Cropfaktor 4,65)
  • Samsung NX mini 1″-BSI-CMOS-Sensor (Cropfaktor 2,7)
  • Nikon 1 1″ Sensor (Cropfaktor 2,73)
  • Foveon X3 (SD9+SD10) Sensoren (Cropfaktor ca. 1,6)
  • Foveon-Sensor APS-C SD1m (Cropfaktor 1,5)
  • APS-H Sensor (Cropfaktor 1,3) — Gibt es noch “neue Kameras” mit diesem Format?

Auf der roten Liste der “aussterbenden” Sensoren sind:

  • Foveon APS-C Sigma SD quattro
  • Fovenon APS-H Sigma SD quattro H

Welche Sensorformate wird es “dämnachst” treffen?

  • APS-C
  • MFT/m43

Ich bin nun selber erstaunt, wieviele Sonsorformate in den letzten Jahren vom Markt verschwunden sind.

Wenn ich etwas in der Auflistung übersehen habe, einfach im Kommentar ergänzen.

6 Antworten auf „Das Aussterben der kleinen Sensorformate bei DSLR und Systemkameras“

  1. Im Gegenzug werden die Handys, die noch kleinere Sensoren haben immer besser. Entweder ich kaufe mir eine Kamera zum Fotografieren, dann auch Vollformat oder ich nehme das Handy, zum Knipsen, wenn es mal schnell gehen muss. Wozu noch mehr Geräte?

    Herzliche Grüße
    Birgit

    1. Liebe Birgit,

      vielen Dank für Deine Anmerkungen. Für mich als Exoten, der alte Objektive adaptiert ist das ein Verlust, z.B. ein 50 mm Objektiv mutiert an der Pentax Q zu einem beine 300mm Objektiv aufs Vollformat umgerechnet.

      Du hast recht, Vollformat und/oder Smartphones reichen in der Regel aus, das spürt ja gerade die ganze Fotoindustrie.

      LG Bernhard

  2. Die Diskussionen gibt es ja schon eine Weile. Ich glaube, durch die besser werdenden Handys gerät der gesamte Markt zusehendsunter Druck. Nun heißt es, die Unterschiede und Vorteile zu erarbeiten, die gute Kameras haben.

    Es gibt verschiedene Meinungen, welches der beiden von Dir genannten Systeme als erstes “fallen” wird. Vielleicht sehe ich es zu sehr durch die rosarote Brille, aber ich glaube, dies wird APS-C sein. Es ist zu dicht am Vollformat, bietet kaum noch echte Vorteile. MFT hat einen großen Objektivpark, mehrere Kamera-Hersteller als auch Objektiv-Hersteller und bietet in Sachen Geschwindigkeit, Objektivgröße, -gewicht und -preis einige Vorteile. Dazu müssten sich aber die Hersteller auch gezielt für Hobbyfotografen ausrichten. Die besser werdenden Sensoren werden meines Erachtens in der Zukunfts”planung” völlig ignoriert – auch die MFT-Sensoren werden deutlich besser und leisten heute das, was Vollformat vor einigen Jahren noch High-End war.

    Ich finde das ganze “unbedingt Vollformat”-Gehabe vollkommenen Quatsch. Immer wieder ist der erste Satz, wenn jemand nach einer möglichen Hobby-Kamera fragt: Unbedingt Vollformat. Warum? 90% der qualitativen Mängel entstehen beim Fotografen. Die Kameras sind Werkzeuge. Und es kann mir keiner erzählen, dass er mit einer Vollformat mit Kit-Objektiv bessere Bilder macht, als mit kleinerem Sensor mit gutem Objektiv. In meinem Costa-Rica-Urlaub habe ich einige Vogel-Foto-Junkies gesehen mit ihren riesigen Teleobjektiven. Die konnten damit aber nur von der Hotelterrasse fotografieren. Ich konnte mein umgerechnetes 200-800er Tele mit in den Dschungel nehmen und freihand fotografieren. Wog mit Kamera zusammen nur 1,7 kg und der Bildstabi der Olympus-Kameras macht den Rest.

    Aktuell fotografiere ich mit der neuen Olympus OM-D E-M1X. Damit zeigt Olympus mal wieder, was mit Kameras möglich ist. Bis zu 60 volle Fotos pro Sekunde, ein Bildstabilisator und Autofokus vom feinsten, eingebauter ND Filter usw. Da kommt keine bezahlbare Vollformat Kamera ran. Die kleinen Sensoren haben auch Vorteile, und das verstehen die meisten nicht.

    Ich glaube, langfristig brauchen wir auch ein Format, das kleiner ist als Vollformat. Aber erst mal wird in dem markt glaube ich insgesamt aufgeräumt. Das jeder Hersteller für jeden Typ ein eigenes und neues Objektiv-Format nutzt, wird sich – so glaube ich – bitter rächen.

    1. Lieber Tiuri,

      wow, was für ein langer und vor allem inhaltsreicher Kommentar. Ich kann Dir nur zustimmen.

      Ich würde mich auch freuen, wenn MFT als kleinere Sensoralternative unterhalb vom Vollformat bestehen bleiben würde. Vieles hängt meines achtens an Olympus, werden sie als eigenständiger Kameraherstellt überleben, sieht es gut aus. Vielleicht kommt mit Sharp (eine MFT Kamera ist seit längerem angekündigt) ein neuer Player hinzu.

      MFT hat den riesen Vorteil, eine genormte Schnittstelle zu haben. Das würde dem KB Bereich auch gut tun. L-Mount ist da weder Fisch noch Fleisch, da Lecia die Spezifikation der Schnittstellen nicht offenlegt.

      LG Bernhard

  3. Hallo,
    na ja, daß technisch veraltete Kameras durch neue Techniken abgelöst werden ist in der Fotobranche normal. Gut, daß ein paar Modelle nicht mehr ersetzt werden hat unterschiedliche Gründe.
    Man sollte noch ergänzen, daß auch in den letzten 5 Jahren die Marke Fuji mit zahlreichen Modellen mit APS-C Sensor enorme Marktanteile erobert hat. In manchen asiatischen Ländern ist Fuji sogar inzwischen die Nummer 1 unter den verkauften Kameras. In Europa bzw. Deutschland sieht das noch anders aus.
    Die kleineren Aufnahmeformate leben also durchaus weiterhin. Nur in anderer Form.
    LG
    Bernd

    1. Hallo Bernd,

      vielen Dank für Deine Anmerkungen. Nur wenn die kleinen Sensorformate “wachsen” wachsen auch die Kameras mit.

      Für mich als Altglasadaptierer sind die kleinen Sensorformate gut für Objektive mit kleinem Bildkreis (z.B. D-Mount) und kleinem Auflagemaß.

      LG Bernhard

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