Megapixelwahn

Kaum hat man eine Kam­era mit ein­er Sen­so­rau­flö­sung von 50 Megapix­el gekauft, kommt eine neue mit 100 Megapix­el auf den Markt oder gar 1 Gigapix­el. Man fühlt sich mit sein­er Kam­era auf ein­mal min­derbe­mit­telt und und schielt auf die neue. Die Mar­ket­ingjungs von den Kam­er­a­her­stellern freut das.

Der Megapix­el­wahn geht mit Nachteilen ein­her, die natür­lich nicht erwäh­nt wer­den, z.B. schlechteres Rauschverhalten.

Diese latente Unzufrieden­heit ver­mießt einem manch­mal so richtig den Spaß an der Fotografie. Ich bin aus diesem “ich will immer mehr Megapix­el haben”-Wahn aus­gestiegen und beg­nüge mich mit teil­weise sehr alten Systemkameras.

Deshalb sind bis auf einige wenige Kam­eras und Objek­tive alles gebraucht erwor­ben wor­den. Das tut vor allem der Haushalt­skasse gut und dient dem Familienfrieden.

Und glaubt mir, diese alten Dinger machen Fotos und wenn ein Foto schlecht ist, dann liegt es zu 100% am Fotografen, das ist zu min­destens bei mir so der Fall.

Für einen DIN A4 Fotoabzug mit 300 dpi Auflö­sung reichen 12 Megapix­el vol­lkom­men aus und wenn ich ehrlich bin, bish­er habe ich in dieser Größe noch nie etwas ausgedruckt.

Ich möchte gerne wis­sen wie Ihr darüber denkt.  Dazu kön­nt Ihr die Kom­men­tar­funk­tion und/oder die Umfrage verwenden.

 

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7 Gedanken zu „Megapixelwahn

  1. Schär­fere Fotos bekommt man mit weniger Megapix­eln — 50MP da kann man ja gar nicht mehr frei­hand die Fein­heit­en scharf bekom­men. Ach — ich habe glaube ich auch keine Linse, die für so viele Pix­el geeignet ist. 20 MP Klein­bild finde ich ok — sind die im Crop einges­per­rt dann sind es ja auf Klein­bild gerech­net auch schon 50, weil die Sen­soren doch nur 40% der Größe einen Klein­bild-Sen­sors haben. Ich über­lege mir noch mal so eine mit 20 hinzule­gen — bekommt man dem­nächst wahrschein­lich nicht mehr. Und das ist ja bei der Kam­era noch nicht zu Ende — denkt man mal an die Fest­plat­te — und Arbeitsspe­ich­er … so ein großes Bild nimmt Platz weg und beim entwick­eln muss der Rech­n­er auch mehr arbeit­en. A3 mache ich schon mal öfter, dafür reicht­en die ca. 20 MP bisher.

    Und mit den alten Lin­sen kom­men die weniger Megapix­el gut zurecht. Die Objek­tive haben wenig­stens noch Charme und viele ein ganz beson­deres Bokeh. 

    Und das Foto — das macht ja nicht die Kam­era — die ist ja nur das Werkzeug…

    1. Es ist schön zu hören, dass andere Fotografen genau­so denken und nicht dem Megapix­el-hype hinterherlaufen.

  2. Ich halte den Wahn nach immer mehr Pix­eln für verrückt.
    Fotografie, so wie ich sie ver­ste­he, hat viel mit Gefühl und Emo­tio­nen zu tun. Der Inhalt, der Kon­text eines Fotos, ein­er Strecke ist das Wesentliche, nicht die Superschärfe…
    Liebe Grüße,
    Werner

    1. Hal­lo Werner,
      kann ich voll zus­tim­men. Kleine Anekdote:

      Örtlichkeit: Seerosen­te­ich in der Stuttgarter Wilhelma.
      Ich: Sony NEX 3A mit adap­tierten M42 200mm Ojek­tiv (war wohl das Orestor)
      Die Anderen: Fotogruppe mit teuer­ster Fotoaus­rüs­tung (so ab 4kEUR) aufwärts. Alle Kam­eras auf dem Sta­tiv aufge­baut (so Stück­er 10–12) und von oben herab ver­sucht die Seerosen zu fotografieren.
      Ich: Kam­era knieend auf den Boden gelegt und aus dieser Per­spek­tive fotografiert. Ganz zaghaft kam ein­er der “Profi­fo­tografen” und schaue über die Schul­ter nach eini­gen Minuten der Kom­men­tar “die macht ja ganz gute Bilder”. Meine Aus­rüs­tung hat ca 130 EUR gekostet.

      Grüße
      Bernhard

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