Megapixelwahn

Kaum hat man eine Kamera mit einer Sensorauflösung von 50 Megapixel gekauft, kommt eine neue mit 100 Megapixel auf den Markt oder gar 1 Gigapixel. Man fühlt sich mit seiner Kamera auf einmal minderbemittelt und und schielt auf die neue. Die Marketingjungs von den Kameraherstellern freut das.

Der Megapixelwahn geht mit Nachteilen einher, die natürlich nicht erwähnt werden, z.B. schlechteres Rauschverhalten.

Diese latente Unzufriedenheit vermießt einem manchmal so richtig den Spaß an der Fotografie. Ich bin aus diesem “ich will immer mehr Megapixel haben”-Wahn ausgestiegen und begnüge mich mit teilweise sehr alten Systemkameras.

Deshalb sind bis auf einige wenige Kameras und Objektive alles gebraucht erworben worden. Das tut vor allem der Haushaltskasse gut und dient dem Familienfrieden.

Und glaubt mir, diese alten Dinger machen Fotos und wenn ein Foto schlecht ist, dann liegt es zu 100% am Fotografen, das ist zu mindestens bei mir so der Fall.

Für einen DIN A4 Fotoabzug mit 300 dpi Auflösung reichen 12 Megapixel vollkommen aus und wenn ich ehrlich bin, bisher habe ich in dieser Größe noch nie etwas ausgedruckt.

Ich möchte gerne wissen wie Ihr darüber denkt.  Dazu könnt Ihr die Kommentarfunktion und/oder die Umfrage verwenden.

 

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7 Antworten auf „Megapixelwahn“

  1. Ich halte den Wahn nach immer mehr Pixeln für verrückt.
    Fotografie, so wie ich sie verstehe, hat viel mit Gefühl und Emotionen zu tun. Der Inhalt, der Kontext eines Fotos, einer Strecke ist das Wesentliche, nicht die Superschärfe…
    Liebe Grüße,
    Werner

    1. Hallo Werner,
      kann ich voll zustimmen. Kleine Anekdote:

      Örtlichkeit: Seerosenteich in der Stuttgarter Wilhelma.
      Ich: Sony NEX 3A mit adaptierten M42 200mm Ojektiv (war wohl das Orestor)
      Die Anderen: Fotogruppe mit teuerster Fotoausrüstung (so ab 4kEUR) aufwärts. Alle Kameras auf dem Stativ aufgebaut (so Stücker 10-12) und von oben herab versucht die Seerosen zu fotografieren.
      Ich: Kamera knieend auf den Boden gelegt und aus dieser Perspektive fotografiert. Ganz zaghaft kam einer der “Profifotografen” und schaue über die Schulter nach einigen Minuten der Kommentar “die macht ja ganz gute Bilder”. Meine Ausrüstung hat ca 130 EUR gekostet.

      Grüße
      Bernhard

  2. Schärfere Fotos bekommt man mit weniger Megapixeln – 50MP da kann man ja gar nicht mehr freihand die Feinheiten scharf bekommen. Ach – ich habe glaube ich auch keine Linse, die für so viele Pixel geeignet ist. 20 MP Kleinbild finde ich ok – sind die im Crop eingesperrt dann sind es ja auf Kleinbild gerechnet auch schon 50, weil die Sensoren doch nur 40% der Größe einen Kleinbild-Sensors haben. Ich überlege mir noch mal so eine mit 20 hinzulegen – bekommt man demnächst wahrscheinlich nicht mehr. Und das ist ja bei der Kamera noch nicht zu Ende – denkt man mal an die Festplatte – und Arbeitsspeicher … so ein großes Bild nimmt Platz weg und beim entwickeln muss der Rechner auch mehr arbeiten. A3 mache ich schon mal öfter, dafür reichten die ca. 20 MP bisher.

    Und mit den alten Linsen kommen die weniger Megapixel gut zurecht. Die Objektive haben wenigstens noch Charme und viele ein ganz besonderes Bokeh.

    Und das Foto – das macht ja nicht die Kamera – die ist ja nur das Werkzeug…

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