Was hat morgen noch Bestand, das heute noch hip und in ist?

Ich denke da an die Kamerasparte von Samsung. Waren auf einem guten Weg mit der NX und NX mini Kameraserie vor allem die NX1 war vielversprechend. Dann von heute auf morgen, der komplette Ausstieg aus dem Kameramarkt.

Wer viel Geld in diese Serie gesteckt hat, der ist nun der Gelackmeierte. Er kann noch ein paar Jahre seine Ausrüstung verwenden, aber dann dienen die Objektive nur noch als Briefbeschwerer oder er verkauft noch schnell die Ausrüstung mit großem Preisabschlag.

Ich selber habe die Samsung NX11 + NX20 dazu noch 2x die Samsung NX mini. Da ich ja überwiegend alte Objektive adaptiere, werde ich diese Kameras bis zu Ihrem Ableben sporadisch weiter benutzen.

Vor allem um das Samsung NX mini System mit dem geringen Auflagemaß von ca 6,5mm ist für Altglasadaptierer ein Traum.  Da gleiche auch mit der Pentax Q. Dieses System ist wegen des großen Cropfaktors von über 5 interessant. Wird auch nicht mehr weiter entwickelt. Mal schauen wie lange meine Pentax Q und Q7 durchhalten.

Gehen wir zu Nikon und dem Nikon 1 System, das gleiche in grün. Die Käufer müssen sich doch veralbert vorkommen.

Nun wird die Nikon Z als das Ultimative System vermarktet. Klar möchte ich auch haben, aber dann gibt es zu Hause eine Regierungskrise, 3-5 KEUR für eine neue Fotoausrüstung sind als Familienvater von 2 Kindern einfach nicht drin. Wer soll diese denn kaufen?

Genauso Canon R.

Jeder Kamerahersteller schottet sich von der Konkurrenz ab und entwickelt sein eigenes Systemsüppchen.

Es braucht endlich einen offenen Mount-Standard, so wie es unter Micro Four Third einen gibt, damit man seine Ausrüstung so zusammenstellen kann wie man will.

Einen Lichtblick sehe ich im KB und APS-C Bereich im L-Mount Konsortium, der L-Mount Standard ist zwar (noch) nicht offen aber ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Wir müssen zu mehr Nachhaltigkeit im Fotomarkt kommen, ansonsten werden einige Kamera- und Objektivhersteller auf der Strecke bleiben und viele enttäuschte Kunden, die vermeintlich auf das bessere (moderne) System gesetzt haben und nun keine Zukunft sehen.

Was ist in 20 Jahren mit den ganzen AF-Objektiven? Maximal mit Offenblende zu verwenden, wenn man überhaupt noch manuell fokussieren kann.

Ich habe ein Objektiv, das ist schon 105 Jahre alt, und macht immer noch Bilder.

Ich für mich habe entschieden, dass das Gute im Fotobereich für mich gut genug ist.

Das Bessere überlasse ich den Nerds, die immer vorne mit schwimmen wollen.

Ich investiere das eingesparte Geld lieber in gute Fotoliteratur, um meine eingeschränkten photographischen Fähigkeiten ein wenig weiter zu entwickeln.

Denn mit einer teuren und vermeintlich besseren Fotoausrüstung mache ich nicht automatisch bessere Bilder.

Der Kopf macht das Bild.

 

Was denkt Ihr darüber?

1 Kommentar

  1. Der Kopf macht Dein Bild? Der Bauch macht mein Bild … 😉 Ich fühle das Bild und wenn es jemand kontrolliert findet der Techniker auch eine Gestaltungsregel die dazu passt 😉 meistens – und wenn nicht ist es mir auch egal – denn es ist MEIN Bild.

    Es gab schon Communities, da bin ich mit meinen Bildern nicht durch gekommen, weil die zu viel zu unscharf sind. Ja, so sind sie aber – ich bekomme immer wieder einen Schrecken, wenn ich mal das neumoderne Makroobjektiv raus hole. Was ist das scharf – so eine “harte” Schärfe und da schärfen die Leute noch nach … alte Linsen haben eine “weiche” Schärfe und die ist gut!

    Und scharf geht auch mit alten Linsen – schon mal jemand ein Pentacon Six Biometar and die Kleinbildkamera adaptiert. Kommt dann der Vorteil zum Tragen, der bei Vollformatobjektiven an Cropkameras auch das mehr an Schärfe ausmacht – man sieht nur die Mitte und die erweiterte Mitte. Aber man muss manuell scharf stellen können und dazu muss man vor allem erst mal den Sucher scharf einstellen. Bei den meisten werden die Bilder unscharf, weil sie durch einen Sucher mit der falschen Dioptrieneinstellung schauen.

    Dieses ganze Cropkamerazeugs will ich nicht – geht die schöne kurze Schärfentiefe verloren. Ne, ne, ich möchte das weich haben. Und diese elektronischen Sucher – ne, ne – die gefallen mir auch nicht. Und dann sind die immer so klein … ich möchte doch eine Kamera in der Hand haben und nicht ständig alle Knöppkes drücke ohne es zu bemerken. Ich habe mir ein paar Kabel gekauft und kann mein Handy als Bildschirm anschließen – das ist besser – für den Fall, dass ich mal genau hinschauen möchte (psst – ab einem gewissen Alter – ich sag nur Lesebrille – ist sowas ganz praktisch).

    Und als Makroobjektiv habe ich immer ein paar Zwischenringe in der Tasche. Die passen an jedes Objektiv oder Adapter und sind leicht. Keine Linse drin, die schmutzig werden kann und für manuelle Objektive, wenn man denn nicht die Adapter mit dem Chip hat, reichen da auch manuelle Zwischenringe. Wenn aber dieser Chip ne Macke hat, dann geht nix mehr. Daher habe ich nur noch Adapter ohne Chip. Die werden mit einem Tropfen Loctite an das analoge Objektiv gemacht – schwarz und silberen Adapter – je nachdem, ob das Objektiv am Spiegel anschlagen könnte und fertig ist die Sache.

    Zum Fotografieren braucht man vor allem Bauch und gute Schuhe, weil man viel laufen muss um viele schöne Motive zu finden. Und NEIN – dafür braucht man nicht in die Südsee, nach Island, in den Urwald oder wer weiß wo hin… Schaut euch doch mal vor eurer Tür oder im näheren Umkreis um. Das ist auch Nachhaltigkeit!

    Und ich glaube Bernhard – Dein 105 Jahre altes Objektiv macht noch länger mit als die neuen von heute. Denn die haben Technik drin, die irgendwann ausgeleiert ist. Deins ist manuell – das muss mal gereinigt werden – vielleicht – aber ansonsten wird das auch noch die nächsten 105 Jahr mitmachen!

    Und was die kleinen Kameragehäuse angeht – da hat man ein leichteres Gehäuse und dafür wiegen die Objektive ne Menge mehr. Und dann werben die auch noch mit klein und leicht … Nix da – ich schleppe mein Zeug so lange wie es geht – auch eine Art von Fitnessprogramm 😉

    Es gibt Leute die sich ständig nur um die Technik kümmern und dabei sind “aufzurüsten” – andere machen mit dem, was sie haben einfach Fotos …

    Wenn wir diesen Aufrüstungswahn mitmachen, dann fühlen sich die Hersteller doch bestätigt in dem, was sie tun. Ändern können wir das nur selber indem wir NEIN sagen und nur das nehmen, was wir brauchen. Kaufst Du heute Technik ist es morgen schon alt Aber solange es noch funktioniert ist es gut.

    Ich sehe das wie Du mit der Literatur. Mit ein paar anderen Bloggern arbeiten wir uns seit einiger Zeit durch ein Buch – Workshop für Workshop – das macht Spaß – auch wegen dem Austausch untereinander. Man muss dazu noch nicht mal in der gleichen Stadt wohnen, weil uns das Internet und WhatsApp verbindet. Dafür ist die Neumoderne Technik echt gut 🙂

    https://www.seh-n-sucht.de/BLOG/visuelle-werkzeuge-uebersicht/

    So … jetzt muss ich weiter … bis neulich

    Herzliche Grüße
    Birgit

    (boah … und jetzt wieder diese Rechenaufgabe … ich schwör – ohne Taschenrechner!!! 😉 )

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit stimme ich den Datenschutzbestimmungen dieser Seite zu. IP Adressen werden im Kommentarbereich automtisch gelöscht.