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Brennweite und Perspektive

Ich möchte Euch einige Erken­nt­nisse aus einem alten Foto­buch in Sachen Land­schafts­fo­tografie weit­ergeben. Ich finde die Erken­nt­nisse sind auch heute noch gültig, auch wenn wir keine Groß­for­mat­fo­tografie betreiben.

Ich zitiere nun suszugsweise (incl. der dama­li­gen Schreib­weisen), es gibt dann noch zwei Bilder dazu und von mir am Ende eine Anre­gung, was dass für unsere Dig­i­tal­fo­tografie bedeuten würde. Viel Spaß beim Lesen und Lernen. 🙂

” … Wir haben gese­hen, dass das der Sub­jek­tivper­spek­tive unseres beweglichen Auges entsprechende Bild auf ein­er Kugelfläche liegt, im Gegen­satz zu dem in ein­er Ebene liegen­den cen­tralper­spek­tivis­chen Bild, das unsere Objek­tive liefern.

Will man diesem Umstande vol­lkom­men Rech­nung tra­gen, so darf man eigentlich für die Pho­togra­phie nur einen Bild­winkel von 30–36° ver­wen­den, denn nur inner­halb dieses Winkels sind die per­spek­tivis­chen Abwe­ichun­gen zwis­chen dem ebe­nen und sphärischen Bilde so ger­ing, dass die geom­petrische Per­spek­tive des Objek­tivs und die sub­jek­tive Per­spek­tive , die das Auge liefert, als völ­lig übere­in­stim­mend angenom­men wer­den kön­nen. Diesem Bild­winkel würde eine Bren­nweite gle­ich etwas dem 1 1/2 ‑fachen der Plat­ten­länge entsprechen. Für kleine For­mate müsste die Bren­nweite ver­hält­nis­mäs­sig noch gröss­er wer­den. (Anmerkung: Ver­suche ich unten entsprechend umzurechnen) …

… Die let­zte Gren­ze, inner­halb welch­er die cen­tralper­spek­tivis­chen Unnatür­lichkeit­en noch nicht allzu stark her­vortreten, ist mit einem Bild­winkel von cir­ca 60° gegeben. Dieser Bild­winkel entspricht ein­er Bren­nweite nahezu gle­ich der Plat­ten­länge. Geht das Bild­feld über diese Aus­dehnung hin­aus, so zeigt es am Rande die sich in über­trieben­er Per­spek­tive äussern­den Weitwinkelwirkungen.

Der so charak­ter­isierte Gren­zwinkel von 60° wurde nun bishe rall­geimein als nor­mal für die Zwecke der Land­schaft­spho­tographen angesehen. …”

Das weitwin­klige Bild unten ist mit ein­er Bren­nweite von 12 cm (120mm) und das lang­bren­nweit­ige Bild mit ein­er Bren­nweite mit ein­er Bren­nweite  von 27 cm (270mm) aufgenom­men. Nun die bei­den Bilder:

Bren­nweite und Per­spek­tive weit­er­lesen

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Ein Tipp um die Krativität in der Fotografie zu erhöhen

Wenn man auss­chließlich mit ein­er einzi­gen Fes­t­bren­nweite unter­wegs ist, dann wird man nach rel­a­tiv kurz­er Zeit merken, dass man nicht mal so ein­fach an ein Motiv her­an­zoomen oder wegzuoomen kann.

Man kann das in einem gewis­sen Maße mit den Beinen aus­gle­ichen, d.h. dichter an das Motiv herange­hen oder sich vom Motiv zu ent­fer­nen. Ich sage dann immer, ich habe meinen Zoom in den Beinen 🙂

Das geht natür­lich nicht in allen Sit­u­a­tio­nen, z.B. in den Bergen. Dann heißt es das Beste aus der Sit­u­a­tion zu machen. Dann kommt es vor allem auf die Bildgestal­tung an.

Zudem sind Fes­t­bren­nweit­en in der Regel licht­stärk­er als Zoomob­jek­tive, das fördert auch die Kreativ­ität, z.B. man kann bess­er freistellen.

Wenn man dann noch manuell fokusiert, hat man noch einen kün­st­lerischen Frei­heits­grad mehr. Ich ver­wende dazu dann den A‑Modus der Kamera.

An den M‑Modus habe ich mich noch nicht so herangewagt, da bin ich ein­fach zu faul dazu. Aber das wäre dann noch mal ein Frei­heits­grad mehr.

Mein Tipp: Pro­biert es doch ein­fach mal mit ein­er einzi­gen (kein weit­ers Objek­tiv) Fes­t­bren­nweite eine Woche lang unter­wegs zu sein.

Mich wür­den Eure Ergeb­nisse dazu sehr inter­essieren. Wer will darf diese dann gerne hier als Kom­men­tar posten und/oder eine Back­link abset­zen, ich werde dann meinen kon­struk­tiv­en Senf dazu abgeben (in der Regel in der milden Vari­ante, sel­ten in der süßen und ganz sel­ten in der Feuersenfversion 🙂 )

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